3 Albanien

42 Grad 016 Minuten Nord, 19 Grad, 342 Minuten Ost

Eine lange Autoschlange, klapperige Modelle, meist mit Männern besetzt, die rauchen. Es geht nicht voran. Eine halbe Stunde für 10 Autos. Als ich meinen Pass und die grüne Versicherungskarte in das kleine Fensterchen halte, will der Uniformierte die Unterlagen gar nicht sehen. Warum habe ich hier so lange angestanden? Nach zehn Stunden Landstraßen-Geeiere durch Bosnien und Montenegro bin ich genervt. Aber immerhin weht die EU-Flagge an der Grenze. Noch 15km bis Shkoder.

Ich will K. am Flughafen in Tirana abholen. Hoffentlich klappt alles: Lek am Geldautomaten holen, eine prepaid-Karte besorgen, und die ungewissen Straßenverhältnisse meistern. Bei der Fahrt in die Stadt Shkoder mache ich schnell kehrt. Ich stelle lieber das Auto am Campingplatz ab und schnalle das Mountainbike vom Trailer ab. Zu chaotisch, zu stockend ist der Verkehr in Shkoder. Radfahrer auf uralten chinesischen Rädern, Eselskarren, undefinierbare Lastenmopeds und qualmende Mercedes-Diesel machen das Fahrt zum Abenteuer. Aber als Radfahrer wird man respektiert.

Albanien, (albanischunbestimmt: Shqipëri, bestimmt: Shqipëria), amtlich Republik Albanien (alb. Republika e Shqipërisë), ist ein Staat in Südosteuropa bzw. auf der Balkanhalbinsel. Das albanische Staatsgebiet grenzt im Norden an Montenegro und den Kosovo, im Osten an Mazedonien und im Süden an Griechenland. Die natürliche Westgrenze wird durch die Küsten des Adriatischen und des Ionischen Meeres gebildet, wodurch das Land zu den Anrainerstaaten des Mittelmeeres zählt. Die Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt des Landes ist Tirana.Albanien ist eine demokratisch verfasste parlamentarische Republik. Nach dem von den Vereinten Nationen erhobenen Index der menschlichen Entwicklung zählt Albanien zu den hoch entwickelten Staaten der Erde. Seit dem Ende des Kommunismus wurden bedeutende Schritte zur Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lage erreicht. Albanien zählt allerdings immer noch zu den ärmsten Ländern in Europa.

Albanien: wikipedia

Was sind meine ersten Eindrücke in diesem unbekannten Land?

  • Eine für mich unbekannte Sprache. Allein das „Danke“ zu lernen, fällt mir unendlich schwer (falemidrit).
  • Es wird langsam Auto gefahren. Mehr als 80km/h sind nicht drin. Das macht die Sache aber auch ganz entspannt. Die berühmten schlechten Straßenverhältnisse kommen erst später
  • Es stehen viele Menschen an den Straßen herum. Sie warten. Auf den Bus, auf eine Mitfahrgelegenheit, vielleicht einfach so.
  • Im Restaurant essen ist günstig. Schon für unter 10€ bekommt man ein komplettes Menü.
  • Die Straßenschilder sind aus Italien.
  • Die Albaner lieben Mercedes.

Ohridsee

Erste Station: Ohridsee im Osten des Landes. Der Ohridsee soll eines der ältesten Seen Europas, wenn nicht der Welt sein. Er ist tektonischen Ursprungs. Das wasser ist klar, morgens gibt es eine 1000m Trainingseinheit Schwimmen. Die am westufer verlaufende Straße ist niegel nagel neu. Die Bahnlinie ist stillgelegt. Der Zeltplatz ist mäßig gefüllt. Wir zelten auf der. Halbinsel Lin. Eine große Anlage mit vielen Liegen und großer Bar. Nur die Gäste fehlen. Hier besteht noch touristisches Potential.

Bei der Wanderung um die Halbinsel in das Dorf Lin fällt schon auf: in Albanien geht die Schere zwischen den Menschen mit Geld und den Armen schon stark ins Gewicht. Einige Albaner fahren große Autos, gehe essen, tragen modische Kleidung. Die Menschen in den Dörfern wirken sehr arm, besonders die alten Leute. Die Armut erkennt man auch an den fehlenden Zähnen.

Und der Müll: natürlich steht in allen Reiseführern, dass Albanien ein Müllproblem hat. Aber so schlimm haben wir es nicht erwartet. Es liegt wirklich überall Müll herum. Bei unserer Wanderung ins Dörfchen Lin waten wir kurz vor dem dorf durch den Müll, der wohl einfach „um die Ecke“ geworfen wurde. Es verlangt einige Anpassungs-Mühe, über die ganzen Plastikflaschen und Plastikmüll zu gehen. Im Dorf selber wird dann wieder eifrig die Straße gefegt.

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