40 Grad Nord, 244 Minuten, 20 Grad Ost, 432 Minuten
Reiseführer: nix; wikipedia: nix; internet: fast nix! Die Bäder von Benje werden genannt, aber der cañon Lengarices bleibt unerwähnt. Auch kein Schild an der Abzweigung weist auf diese spektkuläre Schlucht hin. Dabei durchquert man eine atemberaubende enge Schlucht mit senkrechten, teils überhängenden Felswänden.
Nachdem man die Bäder von Benjes hinter sich gelassen hat, ist man alleine. Mit den Teva-Sandalen an den füßen dürchqueren wir immer wieder das Flußbett, um weiter zu kommen. Das Wasser ist um glück nicht mehr als oberschenkeltief. Aber es irritiert, das man nicht sehen kann, wohin man tritt. Das Wasser ist sedimentgrau, man kann keinen Zentimeter tief blicken. Also ist tasten angesagt. Wir springen von Stein zu Stein. Dazwischen liegst feinster Schlick, der sich in den Tevas sedimentiert (geografischer Fachbegriff). Bei Nässe wird der Sandstein glitschig, wir müssen ganz schön aufpassen. Wenn man hier unglücklich ausrutscht und sich verletzt, gibt es keine Hilfe. In der Schlucht ist Handyempfang unmöglich.
Viele schöne Steine begleiten den Weg durch den die Schlucht. Immer wieder heben wir farbige runde Steine auf, wollen sie gleich mit nach Hause nehmen, legen sie aber wieder weg, weil es doch viel zu schwer wäre. Unten sind die steine eher kalksteingrau, oben werden die Wände eher gelb und orange. Nur Indirektes Licht erreicht den Talboden. Kein Sonnenstrahl schafft es bin in das Flußbett. Dadurch umgibt uns eine angenehme Kühle, und die Vegetation ist viel üppiger als in der prallen Sonne des Landes.

Die Lengarica-Schlucht kann es mit anderen Schluchten in Europa an Schönheit und spektakulärer Landschaft voll aufnehmen. Für alle, die nach Südalbanien kommen, sollen die Lengarica-Schlucht besuchen. Leider hatten wir keine Drohne dabei, diese Bilder kann man sich aber auf der offiziellen Albanien-Website anschauen:
