Doi Phoi Kha Nationalpark

18.77631597359 N 100.77394008636 O

Provinz Nan, Nord-Thailand

Orange ist die Farbe dieses Abends. Orange leuchtet die tief stehende Sonne im Westen. Ihre Strahlen werden durch den Dunst gefiltert. Ihr Licht taucht den tropischen Regenwald in eine warme Farbe, wo dass eine magische Atmosphäre entsteht. Nicht mehr die gnadenlose Sonne des Tages brennt auf das Blätterdach, dem man dankbar ist, dass es großzügig Schatten spendet.

Orange ist aber auch die Farbe des Feuers, das auf der gegenüberliegenden Talseite brennt. Zuerst hören wir das knacken der berstenden Stämme und riechen den Rauch, bis wir den Motorroller an einer geeigneten Stelle am Straßenrand anhalten können und frei Sicht über das Tal bekommen. Orange ziehen sich die Flammen den Berghang hinauf, finden reichlich Nahrung im ausgetrockneten Pflanzenreich. Wir stehen zwischen vertrockneten Maispflanzen, deren Felder sich die Berghänge hochziehen.

Brandrodung und Feuer-Landwirtschaft, mitten im Nationalpark! Auf der Einfahrt in die Berge fahren wir schon an kahlen Berghängen vorbei, an denen der tropische Regenwald, der hier eigentlich wachsen sollte, verschwunden war. Als wir den Nationalpark dann erreichen, sind die Berge dann mit dem erwarteten grünen Pflanzentuch bedeckt, bis hinauf in die höchsten Berggipfel stehen die hohen hell-stämmigen alleinstehenden Bäume inmitten des geschlossenen Blätterdaches des dritten Stockwerkes des Regenwaldes.

Am Abend fahren wir zu dem angekündigten „sunset-point“ auf der Straße Richtung Bo Kluea. Die Sonne ist aber schon eine Stunde vor der offiziellen Sunset-Zeit im Qualm des Feuers verschwunden. Eine eigenartige Stimmung macht sich breit, obwohl das Feuer weit weg ist auf der anderen Talseite. Weckt der Anblick eine archaische Angst des Menschen vor dem Feuer?

Wieso ist das Abbrennen der Felder mitten im Nationalpark erlaubt? Wieso sind schon so viele Flächen des Regenwalds in die Landwirtschaft gegangen? Viele Berge hier im Norden Thailands sind kahl, entwaldet, abgeholzt, abgebrannt. Sie sind noch nicht einmal landwirtschaftlich genutzt, nur einige Felder an den steilen Hängen sind bebaut. An den Straßen hängen Schilder, die vor den Gefahren des Abbrennens warnen, aber wirkliche Konsequenzen scheint es nicht zu haben. Überall sieht man verbrannte Erde. Der holländische Besitzer von Nan-Guesthouse erklärt uns, dass eine unheilige Allianz aus Monsanto, die eine Ausweitung der Anbauflächen fordert, der Verquickung der Regierung mit dem internationalen Saatguthersteller (jetzt in Besitz der deutschen Bayer-AG), der korrupten Polizei und traditionellen Anbaumethoden ein Ende des Abbrennens verhindert.

https://www.thaizeit.de/thailand-themen/news/artikel/smog-alarm-nordthailand-hat-mit-dunst-zu-kaempfen.html

https://www.dw.com/de/thailand-erstickt-im-rauch/a-15779897

Als wir den vier Kilometer langen Wanderweg durch den Doi Phu Kha-Nationalpark gehen, bekommen wir davon nichts mit. Nach einer einsamen Nacht in einer Bambushütte im Visitor-Center des Nationalparks

tauchen wir in die Artenvielfalt des Regenwaldes ein. Der Wald hier in 1300m Höhe ist ganz anders als der Regenwald in Südthailand bei Krabi. Die Bäume sind nicht ganz so hoch und es gibt richtige Bananenfelder im Wald. Die Bananenplanze kann in ihrem Stamm 10-15 Liter Wasser speichern, und trägt somit zur Wasserversorgung des Waldes in der Trockenzeit bei. Dafür fehlen hier die großen Bäume mit den Brettwurzeln.

Hauptattraktion im Park ist die der phukha-Baum, oder Brettschneidera-Baum (thailändisch Chompoo Phu Kha). Nur wenige Exemplare gibt es hier im Park oder in Nord-Thailand. Der Baum ist sonst nur noch in Süd-China, Nord-Vietnam und Laos verbreitet. Auf der Wanderung treffen wir auch nur auf zwei unscheinbare Exemplare, für die extra eine bergiger Pfad in den Wald geschlagen wurde. Die rosa Blüten blühen im Februar, und wir haben Glück, im Februar hier zu sein. Der Baum ist doch eher unscheinbar, und ich muss mir das Gefühl einreden, etwas ganz seltenes zu sehen.

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Bretschneidera

Nach dem ersten Tag auf den thailändischen Mopeds fahren wir am zweiten Tag souverän auf der Bergstraße in Richtung Pass zwischen Ost und West. Auf 1770m Höhe erreichen wir eine Aussichtsplattform mit Parkplatz und Essensverkauf. Der Blick geht über schöne bewaldete Hänge, nur die Fernsicht läßt die Mischung aus Dunst und Qualm kaum zu.

Die Straße führt in endlosen Kurven und Serpentinen nach unten, die Hitze umfängt uns wieder, jede Kurve bringt einen neuen Hitzeschwall. In Bo Kulea gibt es eine sehr einfache Suppe, der Wunsch, „kein Fleisch“ wurde vermutlich nicht verstanden. Der Ort beherbergt eine der wenigen Salzsiedereien in Thailand. In einer kleinen Touristenzone werden Salzbeutelchen und andere Dinge, die man aus Salz herstellen kann, verkauft. Wir können in den Schacht hineinschauen, aus dem die Lake herausgeholt wird.

Nach einem Kaffee und Kuchen (natürlich in Plastikfolie) setzen wir uns wieder auf die Mopeds und fahren nach Süden Richtung . Es folgt eines der schönsten Strecken, die wir je gefahren sind. Zuerst geht es durch das Flusstal an Reisfeldern und Feldern vorbei. an einer Kreuzung geht es hinauf in die Berge, die Straße wird ordentlich steil. Ab drei Uhr nachmittags wird das Licht weicher, weil die Sonne schnell tiefer steht. Einmal an Höhe gewonnen, führt die Straße von Höhenzug zu Höhenzug, immer mit großem Blick über die Landschaft. Waldgebiete und Felder wechseln sich ab. Es ist ein ständiges Auf und Ab, nur selten kommen wir an einem Dorf vorbei. Das warme Licht macht die Landschaft ganz weich.

Plötzlich taucht eine weiße Pagode im grünen Blättermeer auf. Ein Tempel steht mitten in der Landschaft, der Buddha sitzt frei zwischen den Säulen. Dann wird die Landschaft gelber, weil die landwirtschaftliche Nutzung zunimmt und der Wald verschwindet. Die Sonne steht mittlerweile tief, die Felder sind abgeerntet und liegen im gelben Licht träge in der Landschaft.

Unser Ziel ist ein kleiner orangener Punkt auf dem Smartphone. Der Punkt zeigt ein Doppelbett, ansonsten nur thailändische Buchstaben, für uns nicht zu entziffern. Der Punkt zeigt einen Ort an der Straße auf Google-Maps, an dem hoffentlich eine Unterkunft steht. Aus Bo Kulea haben wir die angegebene Telefonnummer über whatsapp angeschrieben, und Antwort bekommen. Die Unterkunft finden wir nur über die Entfernungsanzeige über Google-Maps. Als das „Sie haben Ihr Ziel erreicht“ ertönt, stehen wir vor einem Feldweg mit einem Schild in thailändischer Sprache. Keine Unterkunft zu sehen. Wir fahren durch eine Kautschuk-Plantage (nach Ko Phayam kann ich die Bäume erkennen) und treffen auf ganz neue, winzige Bambushüttchen. Eine junge Dame scheint uns zu erwarten.

Leider spricht sie kein wort Englisch. Dafür entschädigt die Aussicht, die Bambushüttchen stehen an einem Hang mit Blick über die abgeernteten Felder und die Berge im Hintergrund. Aber außer Aussicht haben die Hütten nichts, die Frage nach Bett oder Matratze bleibt unverstanden. Also wieder unseren unbekannten Kontakt über whatsapp anschreiben, mit Bitte um Klärung. Es scheint sich jetzt eine Dreiecks-Kommunikation zu entwickeln, die junge Dame telefoniert aufgeregt. Unser whatsapp-Kontakt scheint ihre Schwester zu sein.

Ein Moped kommt an, eine weitere Schwester und Mama, mit genauso wenig Englisch dabei, dafür mit um so mehr Lachen. Jetzt erstmal die Selfies mit Mama machen. die Matrazenfrage haben wir immer noch nicht geklärt. Aber jetzt kommt Google Übersetzer ins Spiel, so geht jetzt die Kommunikation besser. Unsere Gastgeber laden sich jetzt schnell mal die App runter. Jetzt wissen wir auch, dass wir Matratze, Essen und ein Bier bekommen.

Um die Verständigung etwas zu verbessern, wird der junge Englischlehrer Totty aus der Truppe aktiviert, der sich mit uns unterhalten soll. Das klappt auch ganz gut, jedoch sind wir verwundert, wie weit die geringen Englischkentntnisse des jungen Mannes für ein Lehrerexamen reichen können. Aber wir erfahren, dass vier junge Leute die Bambushütten zu einer Lodge aufbauen wollen, ein ambitioniertes Projekt an einer Straße, an der alle Viertelstunde ein Auto vorbeikommt. Es war ein toller Abend an einem ungewöhnlichen Ort mit viel Lachen. Wir bekamen tolles thailändisches Essen. Um Neun lagen wir in unserer Hütte im „Bett“.

Rai Lay Beach

8.010242 N; 98.8401330 O

Alle zwängen sich durch den schmalen Pfad zwischen Hotelanlage und Felsen hindurch. Hier müssen alle lang. Am Ende des Weges angelangt, bietet sich ein atemberaubender Anblick, nein – eigentlich zwei.

Zuerst die blaue Andamanensee mit einer riesigen grünbewachsenen Felsnadel direkt vor dem Strand, so dass man gleich hinübergehen kann über eine Sandbank. In der Ferne weitere Inseln, deren weiße Sandstrände ich nur erahnen kann. Malerisch liegen die Langboote am Strand. In den Felshöhlen sind kleine buddhistische Altäre aufgebaut.

Dann: es wird hier russisch gesprochen. (??? in meinem Kopf) Ein großer Teil der vielen Menschen, die diesen Strand bevölkern, sind Russen. Ich bin sehr überrascht. Irgendwie wollen diese beiden Bilder nicht in meinem Kopf zusammenpassen. In meiner Vorurteils-Rumpelkammer sitzen Russen mit einer bleichen Haut vodkatrinkend in einer Moskauer Plattenbausiedlung. Russland, hatte ich immer wieder in der Zeitung gelesen, habe kaum noch ein Wirtschaftswachstum und Putin betreibe seine weltpolitischen Ambitionen als Ablenkung von der heimischen Wirtschaftsmisere. Oder treffe ich hier im fernen warmen Thailand auf all die Kurruptionsprofiteuere Moskaus? Der Wert der Gegenstände, die ich um die Badehandtücher sehe, könnten das nahelegen. Ich glaube, ich muss meine Landkarte der Vorurteile mal überarbeiten.

Aber wieso sollen nicht auch Russen das Recht haben, in Thailand Urlaub zu machen?Sie sind zwar nicht beliebt bei den Thailändern, wie wir später von unserem Guesthouse-Besitzer Patrick erfahren. Sie könnten sich nicht benehmen, heißt es (als wenn man das immer von deutschen Touristen sagen könnte). Aber so ist eben die Globalisierung: wer das Geld hat, kann mal eben zwei Wochen nach Thailand reisen, um in der Sonne zu braten. Schließlich ist für Thailand der Tourismus der wichtigste Wirtschaftszweig. Und gar nicht mehr die Europäer oder gar die Deutschen, wie ich vermutete, stellen das größte Kontingent, sondern die Chinesen und die Russen.

Reisen heißt ja auch, sich den Zumutungen und Unangenehmheiten des bereisten Landes auszusetzen, sagt Andreas Altmann, den ich ja schon auf meiner Südamerikareise gelesen habe. Wenn man ein Land und seine Menschen richtig kennenlernen will, muss man auch hingehen, wo es vielleicht nicht immer so angenehm ist. Im Urlaub soll es ja möglichst immer nur schön sein, man will sich ja erholen vom Alltagsstress. Der weltweite Tourismus ist ja ein Erfolgsmodell der Globalisierung und hat sicher für den großen wirtschaftlichen Aufschwung Thailands mit beigetragen. Und man merkt es vielen Touristen hier an, dass sie zu Hause sich keine gutes Restauraut leisten können, aber hier in Thailand die vorzügliche Küche genießen können.

So müssen wir an diesem Strand die selektive Fernbrille aufsetzen, die prollige Nachbarschaft auf den Handtüchern, egal aus welchem Land, ausblenden und den Blick auf die wahnsinnige Schönheit dieses Strandes richten.

Was mit der Brille vielleicht noch geht, fällt mit dem Hörgerät schon schwieriger. Das biologische Hörgerät kann man ja nicht einfach leise stellen. Die nett anzuschauenden Langboote liegen leider nicht einfach nur da, um eine schönes Fotomotiv abzugeben, sondern sie legen dauernd ab und kommen an. Mit aufheulenden Motoren, bei deren Konstruktion man auf einen schalldämpfenden Auspuff verzichtet hat. So ist dieses Naturparadies akustisch wie ein Formel-1-Rennen auf dem Wasser. Mit jaulenden Motoren fegen die Boote aus der Bucht. Das akustische Dauergeräusch begleitet uns den ganzen Tag.

In der Ao Noi ist es zumindest von den am Strand befindlichen Menschen deutlich angenehmer. Hier dominieren die Kletterer, an den Felsen baumeln die Exen herunter. Trotz heißer Sonne versuchen einige sich an den beeindruckenden Überhängen. Das Ziel ist es, die nächste Exe zu erreichen, vom „Durchsteigen“ noch weit entfernt. Das Tal nahe dem Strand ist jedoch von einer hohen Betonmauer abgesperrt, wahrscheinlich Privatbesitz. Vom Wasser aus bietet sich, wieder selektiv schauend, ein Blick in die grüne Felslandschaft, dass einem die Augen überquellen mögen.

Letzte Station Ao Nang. Die Strandpromenade könnte auch in Mallorca liegen. Eine Bar reiht sich an ein Restaurant usw. Braungebrannte Menschen flanieren den Strand entlang. Hier funktioniert die Urlaubsindustrie. Für morgen planen wir lieber wieder eine Wanderung in einem Nationalpark. Man muss diese Urlaubsindustrie einmal gesehen haben, aber dann reicht es auch. Trotzdem, die Natur ist wunderschön, und hoffentlich zerstört diese Industrie sie nicht. Zumindest gibt es noch keine Hotelhochhäuser.

Am Abend schaue ich mir noch Bilder vom Tsunami 2004 an. Dieser Küstenabschnitt wurde schwer getroffen. Die Infrastruktur wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. In überraschend schneller Zeit hat sich die Region wieder von den Zerstörungen erholt. Ich finde es schwer, den globalisierten Tourismus zu verurteilen, auch wenn er sicher viele Umweltschäden nach sich zieht. Er bietet eben den Menschen hier Einkommensmöglichkeiten und Lebensunterhalt; wer will schon sagen: „geht doch wieder fischen“.

Krabi

8.063117 N; 98.9181101 O

Die Natur ist einfach wunderschön in diesem Teil von Thailand.

Ich sitze auf der Dachterrasse des Smile Guesthouse und blicke den Krabi-Fluss hinauf. Laut knattern die Langboote zu ihren Anlegestellen hin. Gegenüber der Stadt breitet sich der grüne Mangrovenwald aus, angepasst an de;stetigen Wechsel von Ebbe und Flut. In der Ferne erheben sich die grün bewachsenen Kartsberge. Steil aufragende Klippen, von einem grünen Teppich überzogen. Nur vereinzelnd leuchten ein paar weiße Felsen aus ihm hervor. Links und rechts vom Fluss stehen die Hundeohren,zwei gegenüberliegende Felsen, die ein Wahrzeichen von Krabi sind.

Als kleinen weißen Punkt erkenne ich sitzenden Buddha auf einem der Spitzen. Er gehört zum Tiger Cave Temple, einem sehr bekannten Kloster nahe Krabi. In 1270 Stufen kann man die Treppen zu ihm erklimmen, was wir am folgenden Tag auch machen werden. Von oben hat man einen tollen Blick über das Land: auf der einen Seite die Kulturlandschaft mit vielen Feldern und Plantagen, auf der anderen Seite die Karstfelsen, die als grüne Säulen zwischen dem flachen Land stehen. In der Ferne im Dunst liegt das Meer, die Adamanensee.

Wie haben die Menschen diesen riesigen Buddha auf die kleine Gipfelplattform gehieft?

Der Anstieg über die Treppen ist wirklich steil, eine Seilbahn ist nicht zu erkennen. Mit dem Hubschrauber? Auf jeden Fall ist der Tiger Cave Temple ein magischer Ort.

Vorher gehen wir noch den Rundweg Wonderland. Über eine kurze Treppe konnte man in eine „Insel“, umgeben von Felswänden hinein steigen. Neben Wohnhöhlen der Mönche Buddhastatuen unter Felsvorsprüngen und in Höhlen eröffnet sich uns eine bezaubernde Tropenvegetation.

Der Reiseführer sagt uns, dass es sich um eines der letzten unberührten Regenwaldgebiete handeln soll. Der Rundweg führt uns an riesigen Bäumen mit gewaltigen Brettwurzeln vorbei, an faszinierenden Pilzen auf umgestürzten Baumstämmen und unfassbaren grünen Farbschattierungen.

Wie schade, dass ich kein Biologe bin und keine die vielen wunderbaren Pflanzen beim Namen kenne. Eingerahmt ist dieses Biotop von senkrechten Kalkwänden, in denen jede kleine Nische und Höhle bewachsen ist. Das Schreiten auf diesem Waldpfad ist schon eine besondere Meditation, eine Lektion in Demut vor der Natur.

Und trotzdem, auch wenn es schon tausendmal geschrieben wurde, der Blick von der Aussichtsplattform des Tigers Cave Temple bestätigt es auch dem ungeübten Auge: es ist nicht mehr viel übrig vom tropischen Regenwald. Er ist fast nur noch im „Zoo“ der Nationalparks zu bewundern. Aber haben wir Europäer das Recht, diese Entwicklung zu kritisieren, wo wir doch alle Urwälder in Europa fast vernichtet und in Kulturland umgewandelt haben? Kann man es den Thailändern vorwerfen, wenn sie ihre Wälder roden, um Ackerland zu gewinnen, um sich eine Lebensgrundlage zu verschaffen? Sicher nicht, aber die Vernichtung des Regenwaldes hat globale Konsequenzen und kann deshalb nicht mehr nur aus der lokalen oder nationalen Perspektive betrachtet werden. Der Regenwald ist ja nicht nur schön anzuschauen, sondern er beheimatet ja auch eine riesige genetische Vielfalt, die für die Gewinnung von Arzneien eine wichtige Rolle spielen kann.

Wir steigen auf unser Moped und fahren zum Huai To Wasserfall. Hier wird die Natur durch einen Nationalpark geschützt. Amerikanisches Modell: Schranke, Eintrittskarten kaufen, großer Parkplatz, parkähnlich angelegter Eingangsbereich. Auf breiten Wegen für die naturferne Kundschaft geht es zum Wasserfall. Viele Schilder, vor den Gefahren der Natur warnend, begleiten uns. Aber es geht hinein in den tropischen Urwald, einem Bachlauf entlang. Der erst noch so komfortable flipflopgeeignete Weg wird ein felsiger Klettersteig. Der Bach hat sich zu einem Wasserfall an der Steilkante des Berges verwandelt. Mehrere Becken laden zum Baden ein. Die Sonne steht schon flach und verwandelt das grüne Blättermeer in warme Töne. Die Ranger haben den Urwald rund um den mehrstufigen Wasserfall großzügig zurück geschnitten. Dadurch können wir noch auf den Felsen in der Sonne sitzen und uns von den Strahlen trocknen lassen. Normalerweise wäre der Wasserfall unter dem Blätterdach verschwunden und kaum begehbar gewesen.

Im Park können wir noch einen Riesenbaum bewundern.

Unfassbare Wurzeln bieten ihm Halt, mehr als 30m Umfang. Die Spitze des Urwaldriesen war nicht mehr zu erkennen. Im Kampf um das Licht im Urwald versuchen die Bäume immer höher hinaus zuwachsen. Um bei Stürmen standhaft zu bleiben, haben viele Arten Brettwurzeln ausgebildet. Da im tropischen Urwald die Nährstoffe nur in den oberen Schichten des Bodens vorhanden sind, sind die Bäume Flachwurzler. Durch die Brettwurzeln können das flache Wurzeln und eine große Standfestigkeit kombiniert werden.

Was habe ich in diesen Tagen gelernt? Südthailand hat hat mit seinen restlichen Tropischen Urwäldern und den weißen Kalkfelsen eine tolle Natur. Trotzdem ist diese Natur auf wenige Stellen zusammengeschrumpft. Das Wandeln in diesen Wäldern ist wie eine Gehmeditation. Der Hauptvernichter der Wälder ist der ausuferende Palmölanbau, deren Hauptabnehmer wir im Westen sind. Wir haben also auch einen

Einfluss auf die weitere Entwicklung.

Als nächstes werden wir uns die tollen Strände und Küsten rund um Krabi anschausen.

Sukhothai: Die Liebe der Geografen

17,050456N; 99,794190O

Da geht dem Geografen (und anderen Betrachtern) doch das Herz auf. Beim Anflug auf Sukhothai in Zentralthailand sahen wir schon aus dem Flugzeug diese speziell geformte Insel in einem – wie konsequent – herzförmigen See. Der Blick auf OpenStreetMaps bestätigt, diesen See mit der herzigen Insel gibt es wirklich. Da sage doch einer, man könne Landschaftsgestaltung nicht mit Herz betreiben.

Koh Payam

Woher kommen eigentlich die Cashewnüsse? Einige kommen zumindestens aus Ko Payam. Weit ausladend breiten die Cashewbäume ihre Äste zu allen Seiten hin aus. Erst bei näheren Hinsehen erkennt man die Früchte: sie sehen aus wir kleine rote Paprika, an deren Spitze eine kleine Nuss herausschaut. Wir fragen uns, ob man die „Paprika“ auch essen kann.

Ich lese auf Wikipedia nach:

Der Cashewapfel wird zu Kaschu-Saft und Marmelade (Konfitüre) verarbeitet. In Brasilien wird aus den Cashewäpfeln ein Getränk namens Cajuína hergestellt, dem eine medizinische und rituelle Wirkung zugesprochen wird. Im indischen Goa brennt man aus dem Saft auch Schnaps, den sogenannten Cashew-Feni.“

Der Cashew-Apfel muss sofort verarbeitet werden, weil er nicht lange haltbar ist. Er kann also nicht international gehandelt werden. Die Cashewbäume wurden zuerst vom Portugiesen in Nord Brasilien entdeckt. Die Portugiesen waren es auch, die die Cashew-Bäume nach Afrika und nach Indien exportiert haben. Heute werden die meisten Cashew in Afrika angebaut. Bezogen auf die Staaten ist allerdings Vietnam der größte Produzent. Das produziert fast ein Viertel der Welt Produktion. In Afrika hat man besonders in Benin versucht den Cashew-Anbau auszuweiten, um den Bauern eine größere Einkommensgrundlage zu verschaffen.

Die Nüsse werden hier in Koh Payam einfach auf Plastikplanen in der Sonne getrocknet, manchmal geröstet, dann geschält und in Plastiktüten verpackt. Wenn man sie hier auf der Insel kauft, sind sie genau wo teuer wie in Deutschland.

Franz Eugen Köhler, Köhler’s Medizinal-Pflanzen, gemeinfrei

Die ganze Insel ist von vielen Cashew-Bäumen bestanden. Es wirkt aber eher wie ein großer Garten als wie eine Plantage.

Die kleine Insel Koh Payam an der Adamanenküste vor Ranong wirkt wie ein kleines Paradies. Keine Autos, tolle Strände, keine Hochhäuser oder Touristenanlagen, dafür kleine Hostels oder Hütte am Strand. Wir hatten sogar nur ein Hauszelt, dass auf einer Stelzenplattform unter einem Palmendach aufgestellt war. Dazu ist die Insel klein, nur 3 x 7 km misst sie. Viele Wege geht man einfach zu Fuß, für etwas weitere mietet man sich ein Moped. Hier geht das Leben deutlich langsamer. Nirgends waren die Strände voll, obwohl Hochsaison war.

Bei friends Bungalows, wo wir uns untergebracht haben, machten Birmesen die Küche und den Service. Sonja, Besitzerin von friends Bungalows, berichtete, dass sie keine thailändischen Angestellten finden würden, weil die Insel zu weit von der Zivilisation weg sei. Die Küste von Myamar ist auch in Sichtweite. Die Inseln, die wir vom Long Beach auf der Westseite von Ko Payam sehen können, gehören alle schon zu Myamar.

Der Aufenthalt auf Koh Payam fühlt sich eigendeutig nach Urlaub an, weniger nach Reisen (wo liegt eigentlich der Unterschied?). Trotzdem habe ich beim Wandern auf der Insel noch was gelernt: auf der Insel stehen in Reih und Glied Kautschukbäume herum. Diese Anpflanzungen wirken eher wie Plantagen. Erkennen kann man die Kautschukbäume an der kleinen schwarzen Schüssel, die unten am Stamm angebracht ist. Aber was hat es eigentlich mit dem Kautschuk auf sich? Ich dachte, die heutige Gummi Erzeugung basiert mittlerweile ganz auf synthetische Verfahren. Nur an Latexmatratzen oder Latex-Kondome konnte ich mich erinnern. Also mal wieder was lernen.

Kautschukbäume stammen auch aus Brasilien. Der aus den Bäumen gewonnene Saft nennt man Latex oder Gummi elasticum. Die Rinde der Bäume wird eingeritzt, wodurch der Saft herausläuft, der dann mit den kleinen schwarzen Schälchen aufgefangen wird.

1839 erfand Charles Goodyear das Verfahren der Vulkanisation, womit man das plastische, also verformbare Kautschuk in eine elastische Form verwandelnd konnte. Elastisch heißt verformbar, aber auch wieder in den Ausgangszustand zurückgehend. Das war natürlich für die aufkommende Reifenindustrie besonders wichtig und führte zu einer enormen Nachfrage nach Kautschuk. In Amazonien entstand zwischen 1840 und 1910 ein großer Kautschukboom, der besonders die brasilianische Stadt Manaus reich machte. Es war bei Todestrafe verboten, Kautschukbäume aus Brasilien auszuführen, um den Boom mit hohen Preisen zu sichern.

Trotzdem ist es Engländern 1876 gelungen, 70.000 Kautschuksamen aus Brasilien herauszuschmuggeln. Diese wurden in Ceylon angepflanzt, der Beginn des Niedergangs des brasilianischen Kautschukmonopols. Von ceylon aus wurden Kautschukbäume in ganz Südostasien angebaut. In südamerika kann der Kautschuk nicht in Plantagen angebaut werden, weil ein Pilz die Anpflanzungen zerstört. Dieser Pilz wirkt in Asien nicht negativ auf die Kautschukplantagen. So wird in Amazonien Kautschuk nur noch von Wildsammlern eingesammelt, was auch sehr nachhaltig ist und den Ureinwohnern eine Einnahmemöglichkeit bietet.

Wir wandeln durch die kleinen Kautschukplantagen auf Koh Payam und schauen uns die Einritzungen an der Rinde der Bäume. Hier ist es kaum vorstellbar, dass Thailand der weltweit größte Kautschukproduzent (2005, wikipedia) ist. Ich lese, dass 89% des Naturkautschuks in die Autoreifenproduktion geht. Aus diesen kleinen Töpfchen, die hier an den Bäumen hängen, werden die Millionen Autoreifen weltweit hergestellt? Unvorstellbar.

Aber wieder was gelernt.

Bangkok

Plötzlich wird es ganz ruhig. Alles Hektische, das die Straße bis eben noch beherrscht hat, scheint verschwunden, die Menschen auf den Gehsteigen bleiben stehen. Die braunen Uniformen postieren sich an den Kantsteinen. Kein Auto braust mehr durch die Straße.

Die Yaowarat Road ist in rot getaucht. Alle paar Meter hängt ein rot-goldenes Banner über die dreispurige Straße. An den Geschäften links und rechts dominiert ebenfalls das rot. T-Shirts, Fächer, Papier-Lampions, Kalender usw. Alle in rot.

Die Polizei hat die Yaowarat-Road im Chinatown von Bangkok komplett abgesperrt. Plötzlich sieht man in der Ferne Blau- und Orangelicht blinken. Ein Autokorso nähert sich, voran schwarze Limousinen, dann große weiße Mercedes‘, verdunkelte Fenster, zum Schluss einige Vans. Der Korso hält direkt vor uns, aus den Vans springen Soldaten, laufen hektisch herum, salutieren vor einer weißen Limousine. Offizielle Kamerateams, ebenfalls uniformiert, bauen sich auf, um das Geschehen festzuhalten.

Aus einem weißen Mercedes steigt eine kleine Frau in einem eleganten, schlichten roten Kleid aus. Sie geht klaren Schrittes in ein chinesisches Juweliergeschäft. Ihr folgen einige adrette Soldaten, die vorher Tabletts mit Orangen beladen haben. Ist die Dame Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn? Braucht sie noch schnell einen chinesische Goldkette? Schließlich ist sie Vorsitzende der Feierlichkeiten zum Chinesischen Neujahrsfest in Bangkok, das am 5. Februar stattfindet. Sind die Orangen und der Besuch im Juwelierladen eher eine Geste des Respekts vor der chinesischen Minderheit in Thailand, die mit dem Neujahrsfest ihr wichtigstes Fest des Jahres feiert? (http://www.thaizeit.de/thailand-themen/news/artikel/chinesische-kultur-chinese-new-year-spezial.html)

Immerhin 14% der Thailänder sind chinesischer Abstammung, oft schon seit Jahrhunderten im Land. In China gilt zwar schon seit 1911 der gregorianische Kalender, aber das Neujahrsfest wird immer noch nach dem Lunisolarkalender berechnet, der Neujahr immer in Bezug zum Vollmond berechnet, der sich jedoch jährlich ändert. 2019 beginnt das „Jahr des Schweines“. Seine Eigenschaften: fleißig, charmant, leidenschaftlich, unentschlossen, naiv, ehrlich, erfolgreich.

In Chinatown schließen am 5. Februar die Geschäfte um fünf Uhr. Die meisten Chinesen nehmen sich ein paar Tage frei, Neujahr ist ein Familienfest. Allein 300.000 Chinesen sollen zu Neujahr nach Thailand gereist sein. aber vorher gibt es noch die große Parade in der Yaowarat Road mit viel Geböller; und alles in rot.

Südostasien

In zwei Tagen geht es weiter. Freitag um 18 Uhr in den Flieger nach Bangkok. Die letzten Sachen kommen noch auf den Haufen, morgen muss dann alles in die Tasche eingepackt werden.

Wir haben ja zwei unterschiedliche Ziele: Thailand, Myanmar und Kambodscha sind ja tropisch und benötigen eine ganz andere Ausrüstung als die Berge in Nepal. Am 28. März werden wir uns in Bangkok verabschieden und nach Nepal fliegen. Dort soll es wieder in die großen Höhen gehen, die wir ja schon in Südamerika getestet haben. Den Gokyo-Trek im Himalaya-Gebiet haben wir uns vorgenommen. Vom 5300m hohen Gokyopeak gibt es hoffentlich einen tollen Blick auf die 8000er. Und die Wanderausrüstung sieht natürlich ganz anders aus als die Thailand-Ausrüstung. Also zweimal packen. Aber jedes darf nicht schwerer als 10kg werden.

Neu dabei ist eine tragbare Solaranlage, da auf dem Trek sicher keine Steckdose zu finden sein wird. Die Smartphones dienen heute ja auch als Navigationsgeräte, dafür bleibt der Garmin zu Hause. Einen Schreck gab es gestern noch durch Berichte über den Zustand des Trinkwassers in Nepal. Da haben wir ja noch mit dem Kauf eines Katadyn-Filters geliebäugelt, aber noch einmal 600g mehr war uns doch zu viel. Jetzt müssen es die Mikropur-Tabletten richten.

In zweit Tagen schon in der Mega-Metropole Bangkok zu sein, übersteigt im Moment noch meine Vorstellungskraft. Hamburg ist so schön beschaulich. Aber das macht Lust auf das Neue, das Unbekannte. Natürlich bin ich immer noch nicht fertig, die Eindrücke aus Südamerika richtig zu verarbeiten. Die Fotos und Filme, die ich gemacht habe, helfen dabei. Aber es braucht einige Zeit, bis ich diese alle bearbeitet habe.

Neu an dieser Reise wird sein, dass Kathrin und ich die ganze Zeit gemeinsam unterwegs sein werden. So eine große Reise haben wir noch nie gemacht, auch das wird sicher eine Herausforderung für die gemeinsame Kommunikation. Aber ich habe keine Bedenken, dass wir das nicht hinkriegen könnten.

Ab jetzt werde ich also die neue Kategorie „Asien“ für meine Beiträge aktivieren. Seid gespannt auf die Berichte. Ich freue mich auf Kommentare.

Menschenrechte schützen!

Bevor ich nach Südamerika aufgebrochen bin, habe ich als eines der ersten Beiträge hier über einen TAZ-Artikel berichtet, der das Thema „Menschenrechte“ bei Abbau von Kupfer in Peru zum Thema hatte. Die Vereinten Nationen wollen einen Vertrag zu Menschenrechten in der Wirtschaft völkerrechtlich verbindlich machen. Deutschland und Europa bremsen hier https://geografunterwegs.wordpress.com/2018/09/26/ueber-den-atlantik/

Jetzt hat Attac eine Petition aufgelegt, in der die EU und Deutschland aufgefordert werden, die Menschenrechte vor die Konzerninteressen im internationalen Handel zu stellen:

Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen!

An den Präsidenten der Europäischen Kommission, die EU-Ratspräsidentschaft, Vertreter und Vertreterinnen der EU-Mitgliedstaaten und Mitglieder des Europäischen Parlaments

„Die heutigen Handels- und Investitionsabkommen geben Konzernen weitreichende Sonderrechte und Zugang zu einer Paralleljustiz, um diese Rechte durchzusetzen.

Wir fordern die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, diese Privilegien zu beenden, indem sie sich aus Handels- und Investitionsabkommen zurückziehen, die Sonderklagerechte enthalten, und künftig keine solchen Abkommen mit Sonderklagerechten mehr abzuschließen.

Außerdem fordern wir die EU und ihre Mitgliedstaaten auf, sich für das aktuell verhandelte UN-Abkommen (Binding Treaty) einzusetzen, das Konzerne für Menschenrechtsverstöße zur Rechenschaft zieht und damit ihre Straflosigkeit beendet.

Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen Konzerne gesetzlich verpflichten, in Auslandsgeschäften die Menschenrechte sowie Umwelt- und Sozialstandards zu achten.

Betroffene von Menschenrechtsverstößen durch Konzerne müssen Zugang zu Gerichten haben.“

Während Konzerne gegen demokratisch entstandene Gesetze klagen können, sind Betroffene von Menschenrechtsverletzungen meist machtlos. Wenn wir wirklich eine gerechtere Weltordnung wollen, muss dieses Ungleichgewicht aufgehoben werden. Wenn deutsche Firmen international einkaufen, sollten sie nachweisen können, dass bei der Produktion keine Menschenrechte missachtet wurden. Der einfache Hinweis, man würde sich an internationales Recht halten, darf nicht ausreichen.

Ich bitte alle diese Petition zu unterschreiben. Hier geht es zum Link: https://www.attac.de/kampagnen/menschenrechte-vor-profit/jetzt-unterzeichnen/

San Pedro de Atacama

22° 54′ 53″ S, 68° 11′ 39″ W

Die trockenste Wüste der Welt. Der klarste Sternenhimmel auf Erden. Viele Superlative haben uns in die Atacama-Wüste gezogen.

Mit dem Sternenhimmel ist es nichts geworden. In der Woche in San Pedro scheint der Vollmond so hell, dass nur die hellsten Sterne eine Chance haben. So bleibt der erwartete grandiose Sternenhimmel uns verwehrt. Dafür scheint der Mond sensationell hell.

San Pedro ist eine Touristenstadt. Gerade vor Weihnachten scheint sich die Stadt zu füllen. Die Hauptstraße ist voll von Menschen, die Touragenturen und Restaurants liegen Seite an Seite. Nach den ruhigen Tagen in Bolivien sind wir doch etwas geschockt. Doch das Positive: es gibt viele Mountainbike-Verleiher, die akzeptable Räder anbieten. So besorgen wir uns dreimal für einen Tag ein Rad, um dem Trubel zu entfliehen. Mit dem Rad in die Wüste fahren ist schon ein besonderes Erlebnis:

Die besonderen Wüsten-Attraktionen bei San Pedro sind die Blicke auf die Vulkane der westlichen Andenkette …

… die Oase bei Catarpe …

… das Valle de la Luna mit seinen vielen bizarren Gesteinsformationen …

… und die tollen Farben mit dem klaren Licht.