Karstregion Südharz

Wir sind mit dem Rad und Gepäck aufgebrochen, um vier Tage durch die Karstregion im Südharz zu fahren. Wir wussten schon: Die Landschaft ist langwellig (nicht langweilig) und bietet mit freien Flächen viele Fernblicke. Die Anstiege für den Radfahrer sind nicht so hart wie im Oberharz. Das ganze Land leuchtete in tiefem Gelb, von den noch stehenden oder schon abgeernteten Kornfeldern.

Die Region ist auch geschichtsträchtig: Martin Luther wirkte hier, ging in Mansfeld zur Schule. So folgen wir auf unserer Tour auch öfters dem Lutherweg. https://www.lutherweg.de/

Die Abraumhalden aus dem ehemaligen Bergbaugebiet um Sangershausen

Wir sind in Klostermansfeld im Ostharz gestartet. Dorthin kommt man bequem mit der Regionalbahn und dem Deutschlandticket. Dort noch etwas Verpflegung eingekauft, denn dann ging es in Land Richtung Westen. Das Einkaufen gut zu planen ist sehr wichtig. In den meisten Orten, durch die wir kamen, gab es keine Verpflegungs- oder Einkaufsmöglichkeiten. Wir hatten das Gefühl, wirklich weit weg zu sein.

Der erste Tag war sehr sehr heiß, so dass das Radfahren sehr beschwerlich war. So haben wir auch nur 20km bis zum Freibad Grillenberg geschafft, wo es sich gut abkühlen ließ. Das ehrenamtlich geführte Bad bot auch einen Campingplatz, den wir für die erste Nacht nutzen. Die 1tent a night – Unterkunft in Breitungen mussten wir leider absagen, obwohl dort eine Streuobstwiese zum Zelten lockte (https://1nitetent.com/).

Den ganzen Tag große Hitze

Der zweite Tag war zum Glück nicht so heiß und führte uns durch weite Täler nach Westen, mal auf Asphalt, mal auf Gravel. Auch an diesem Tag war es schwer, an Verpflegung zu kommen, wir packten unseren Kocher an öffentlichen Rastplätzen aus. An diesem Tag war das Ziel Bad Sachsa, dann aber 70km weit, weil wir am ersten Tag nicht viel geschafft haben. Unterwegs hätte es in Neustadt/Harz, Ortsteil Osterode noch einen Campingplatz gegeben, aber dort waren wir schon am Mittag.

In Bad Sachsa sind wir an der ehemaligen Jugendherberge untergekommen, die jetzt „active-inn“ heißt. Hier gibt es eine Zeltwiese, Fitnessraum, Sauna, Hostel und Küche, alles neu renoviert. https://www.active-inn-harz.de/hostel.html

Die Räder waren voll, aber noch nicht zu voll

Der dritte Tag führte uns durch das Rhume- und Oder-Tal weiter Richtung Northeim. Die Rhume-Quelle ist einen schöne Karstquelle, aus der der Fluss entspringt https://harzspots.com/erkunden/ausflugsziele/spot/rhumequelle/. Hier waren die Höhenmeter des Tracks nicht mehr so viele. Ziel war Wachenhausen, wo wir im Garten einer Freundin zelten konnten.

Am letzten Tag bogen wir weiter nach Norden ab, um nach Kreiensen an der Leine zu fahren. Dort stiegen wir wieder in den Metronom nach Hamburg. Am letzten Tag warteten nochmal 350 Höhenmeter auf uns, aber auf den Straßen waren wir fast alleine. Nach einem Eis in Kreiensen brauchte uns der Zug in 3,5 Stunden wieder nach Hamburg

Bad Sachsa
Bad Sachsa

Hier der Link zu unserer Tour auf outdooractive: https://www.outdooractive.com/de/route/gravel-bike/harz/suedharz-gravelbiketour-von-klostermannsfeld-nach-kreiensen-ueber/348443232/?share=%7E3segtfin%244ossh3zf

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